Holzschaukeln für den eigenen Garten

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Wenn Kinder mit einem Garten aufwachsen können, ist dies hervorragend für ihre Entwicklung.

Die verschiedenen Schaukelarten

Zunächst musst du dich entscheiden, welche Art von Holzschaukel du für den Nachwuchs anschaffen möchtest. Wenn es sich nicht um eine Überraschung handelt, kannst du die Kinder mitentscheiden lassen. Das steigert die Vorfreude und du kannst das Spielgerät noch individueller auf die Wünsche abstimmen. Zunächst möchten wir dir einen Überblick über die großzügige Auswahl geben, die der Markt mittlerweile bietet. Neben einfachen Schaukeln werden aufwändig konzipierte Alternativen mit reichlich Zubehör verkauft. Die folgende Liste enthält die gängigsten Modelle:

  • Schaukelsitz: Dies ist die einfachste Form einer Holzschaukel. Hier wird an einem einfachen Holzgerüst ein Schaukelsitz befestigt. Der Sitz kann je nach Alter des Kindes gewählt werden. Für Kleinkinder gibt es Schaukelsitze, die ein Herunterfallen mit Schutzbügeln und Rückenteil verhindern.

  • Doppelschaukeln: An einem schlichten Holzgerüst sind zwei Schaukelsitze montiert. So können zwei Personen gleichzeitig schaukeln.

  • Nestschaukelsitz: Bei dieser Schaukel kommt kein herkömmlicher Sitz zum Einsatz, sondern eine Alternative, die man oft auf Spielplätzen sieht. Der Schaukelsitz hat eine runde Form mit großzügiger Sitzfläche und erlaubt es in der Regel, dass mehrere Kinder gleichzeitig darauf sitzen, liegen und schaukeln können. Der Schaukelsitz erinnert an ein Nest, daher die Bezeichnung

  • Schaukel mit Rutsche: Hier werden meist ein oder zwei herkömmliche Schaukelsitze mit einer Rutsche kombiniert. Über eine Leiter beziehungsweise ein Podest gelangen Kinder zum Einstieg.

  • Schaukel mit Podest : Diese Holzschaukeln verfügen ergänzend zur Schaukel über ein Podest. Daran kann beispielsweise nachträglich eine Rutsche angebracht werden. In der Regel ist dies bereits beim Kauf der Fall.

  • Schaukel mit Sandkasten: Auch Sandkasten werden an Holzschaukeln ergänzt. Nicht selten befindet sich dieser unterhalb eines Podestes.
Bedenke, dass Holzschaukeln meist umso besser bei Kindern ankommen, je vielseitiger sie sind. Besonders spannend sind zum Beispiel Schaukeln mit ergänzender Rutsche oder Kletterelementen. Derartige Kombi-Produkte erlauben es, dass mehrere Kinder gemeinsam Spaß haben.

Material und Konstruktion

Eine Holzschaukel ist immer nur so gut und so sicher, wie ihr Material. Das verwendete Holz bildet die Basis des Spielgerätes und muss daher einerseits stabil und kindersicher sein, zum anderen den teilweise enormen Strapazen durch die Witterung standhalten. Holz von Laubbäumen ist im Vergleich zu Nadelholz weniger empfindlich und pflegeleichter. Kommt Nadelholz zum Einsatz ist ein Holzschutzgrund ratsam, um das Naturmaterial vor Bläue (ein Pilz) zu schützen. Achte beim Kauf der Schaukel darauf, dass sowohl Holz als auch Befestigungsmaterial wetterbeständig sind - nur so hast du lange Freude daran.

Da Kinder direkt mit der Holzoberfläche in Kontakt kommen, sollte auf ökologisch sinnvolle Holzschutz-Produkte ohne aggressive Substanzen Wert gelegt werden.

Schaukelsitze müssen höhenverstellbar sein, um sie an die Körpergröße der Kinder anpassen zu können. Das mindert die Unfallgefahr und maximiert den Spielspaß.

Der Aufbau einer Holzschaukel ist meistens ähnlich: Fünf stabile Holzelemente, meist rund, dienen als Grundgerüst, um für die Schaukeln einen sicheren Rahmen zu bilden. Der Schaukelsitz wird an strapazierfähigen Seilen montiert. Das Seil sollte aus UV-beständigem Material gefertigt sein, da die Belastung durch die Sonneneinstrahlung markant ist. Billige Substanzen geben hier schnell nach und können reißen.

Sicherheit im Garten

Nicht nur die Schaukel muss auf ihre Sicherheit überprüft werden, auch der umliegende Garten sollte frei von Gefahrenquellen sein. Dazu zählen beispielsweise giftige Pflanzen, unbeaufsichtigte Wasserflächen oder gefährliche Gegenstände wie Gartenwerkzeuge oder ähnliches zu denen die Kinder Zugang haben könnten. Damit Kinder auch bei Dämmerung oder Dunkelheit den Garten nutzen können, empfiehlt es sich eine angemessene Beleuchtung im Garten aufzustellen. Hierfür eignen sich besonders gut LED-Solarleuchten, da diese ohne Verkabelung schnell und einfach installiert werden können und in ihrem Standort flexibel sind. Zusätzlich sind sie aufgrund der Leuchtkraft der LEDs hell und bieten den Kindern auch im Dunkeln einen guten Überblick über die Gartenfläche. Mehr zum Thema Sicherheit im Garten findest du in unserem Artikel über einen kindersicheren Garten.

Prüfsiegel des TÜV

Eine Kinderschaukel ohne entsprechende Prüfsiegel solltest du nicht kaufen. Greife stattdessen ausschließlich zu Ausführungen, die vom TÜV geprüft wurden und das GS-Zertifikat tragen. Dabei handelt es sich um "ein Produktsicherheitskennzeichen für den deutschen Markt", so der Hinweis auf der Internetpräsenz des TÜVRheinland unter tuv.com. Das Zertifikat steht für Geprüfte Sicherheit und bestätigt, dass die Holzschaukel von unabhängigen Prüfstellen hinsichtlich Sicherheitsstandards kontrolliert und als sicher befunden wurde.



Preise und Sparpotenzial

Beim Blick in Vergleichsportale für Holzschaukeln wird deutlich, dass die Preisspanne relativ groß ist. Während einige Produkte für unter 150 Euro zu haben sind, zahlst du anderweitig 1.000 Euro und mehr und nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt. Generell ist es wichtig beim Kauf nicht ausschließlich auf den Preis zu schauen. Da sich Kinder beim Schaukeln, Klettern und Rutschen bei minderwertiger Verarbeitung oder mangelhaften Sicherheitsbedingungen schwer verletzen können, sollte die Qualität im Vordergrund stehen.



Um Geld zu sparen, empfiehlt es sich die Holzschaukel als Bausatz zu kaufen und den Aufbau selbst zu übernehmen. Zwei Personen sollten für den Aufbau eingeplant werden. Für einen dauerhaft sicheren Halt ist es empfehlenswert das Gerüst fest mit dem Untergrund zu verbinden. Mit Hilfe von Beton können die Holzelemente im Boden verankert werden. Nachteilig an der Verankerung ist die Tatsache, dass sich die Schaukel nicht beliebig an anderer Stelle aufstellen lässt. Der Standort muss dann vorher gut überlegt sein.



Mit dem nötigen handwerklichen Know-how kannst du die Holzschaukel selbst bauen. Das folgende Video zeigt eine mögliche Lösung:





Aber Vorsicht: Bei einer selbst gebauten Schaukel musst du besonders auf die Sicherheit achten, da es zu keiner Überprüfung durch unabhängige Prüfstellen wie dem TÜV kommt. Du bist selbst für die Sicherheitsstandards verantwortlich. Eine schöne Bauanleitung für eine Kinderschaukel und andere Kinder-Spielgeräte haben wir im Heimwerker-Portal unter heimwerker.de entdeckt.

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